„Alles ist sehr ungewiss und gerade das finde ich beruhigend.“

Tove Jansson, Winter im Mumintal

SUPERVISION

COACHING

MODERATION

SUPERVISION COACHING MODERATION

Die Welt fühlt sich gerade extrem unsicher an. Ich begleite Sie durch die Herausforderungen dieser Umbruchszeit und entwickle gemeinsam mit Ihnen Handlungsoptionen – in der Organisation, im Team, individuell.

Expertise

DARUM BERATUNG

Als Berater*in unterstütze ich Einzelpersonen und Teams dabei, Spannungsfelder und Widersprüche zu benennen, einzuordnen und zu bearbeiten. Dabei orientiere ich mich an den hohen Qualitätsstandards für Beratung, wie sie der österreichische, deutsche und europäische Verband für Supervision und Coaching definieren. Das heißt u.a.: Ich fühle mich dem selbstständigen, kritischen Denken und Handeln auf Grundlage von Vernunft und Wissenschaft verpflichtet. Zugleich übernehme ich eine gesellschaftliche Aufgabe, indem ich Dialog, Diskursfreundlichkeit und Emanzipation fördere.

Konkret biete ich folgende Beratungsformate auf Deutsch oder Englisch an:

  • Ermöglicht die Reflexion komplexer Arbeitsbeziehungen über einen längeren Prozess. Ich unterstütze Sie bei der Klärung Ihrer beruflichen Rolle, bei Fragen der Zusammenarbeit im Team sowie in herausfordernden Situationen. Ziel ist es, arbeitsbezogene Themen zu verstehen, Veränderungsprozesse anzustoßen und Überlastung vorzubeugen.

    • einzeln, im Team oder in der Gruppe

    • regelmäßige Termine, 6-10 im Jahr, bei mir in der Praxis oder in Ihren Räumlichkeiten

    • Ich reise auch gerne an, idealerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich besitze ein Klimaticket für Österreich; Reisekosten innerhalb Österreichs sind also im Preis inkludiert

  • Ist anlassbezogen, lösungsorientiert und zeitlich begrenzt. Im Fokus steht eine konkrete berufliche Fragestellung oder Herausforderung. Ich begleite Sie dabei, neue Perspektiven zu entwickeln, Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und Entscheidungen zu klären – z.B. in Führungsfragen, Veränderungsprozessen oder der beruflichen Weiterentwicklung.

    • einzeln, im Team oder in der Gruppe

    • einzelne Termine bei Bedarf, auch als 5er- oder 10er-Block

    • (Ich reise auch gerne an, idealerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich besitze ein Klimaticket für Österreich; Reisekosten innerhalb Österreichs sind also im Preis inkludiert.)

     

  • Unterstützt Teams dabei, ihre Zusammenarbeit bewusst zu gestalten und weiterzuentwickeln. Rollen, Erwartungen und Kommunikationsformen werden geklärt, Ressourcen sichtbar gemacht und gemeinsame Ziele erarbeitet – nicht nur aber besonders in Phasen von Veränderung oder bei Spannungen im Team.

    • halbtags, ganztags, mehrtägig

    • (Ich reise auch gerne an, idealerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich besitze ein Klimaticket für Österreich; Reisekosten innerhalb Österreichs sind also im Preis inkludiert.)

  • Bietet einen klaren Rahmen für Austausch und Entscheidungsprozesse. Ich moderiere Veranstaltungen verschiedener Art strukturiert und prozessorientiert, behalte Inhalte und Dynamiken im Blick und unterstütze Gruppen dabei, zu tragfähigen Ergebnissen zu kommen.

    • Je nach Art der Veranstaltung: 2-stündig, halbtags, ganztags, mehrtägig

    • (Ich reise auch gerne an, idealerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich besitze ein Klimaticket für Österreich; Reisekosten innerhalb Österreichs sind also im Preis inkludiert.)

Person

Eli Eva Taxacher in Kürze

Ich bin ziemlich viel gereist, war zu Schul- und Studienaufenthalten unter anderem in Recife (Brasilien) und Örebro (Schweden) – und bin auch deshalb mehrsprachig ausdrucksfähig (Deutsch/Österreichisch, Englisch, Schwedisch, Portugiesisch). Studiert habe ich Soziologie und Internationale Genderforschung und feministische Politik berufsbegleitend, außerdem habe ich die Ausbildung für Supervision, Coaching, Organisationsberatung des ÖAGG abgeschlossen. Ich habe Organisationserfahrung, Einblick in verschiedene Felder (Hochschule, Kultur- und Sozialbereich); und engagiere mich ehrenamtlich, unter anderem im Vorstand von The Cake Escape und Grazer Frauenrat.

Meine spezielle Expertise liegt im Gegenwarts- und Zukunftsfeld Gender & Diversität. Ich halte Vorträge und leite Workshops zu den Themenbereichen Gleichstellung, Geschlecht(ervielfalt), Bias Sensibilisierung & Diversität. Ich kenne die Herausforderungen und Widerstände, die diese Themen mitunter mit sich bringen und weiß sie konstruktiv zu adressieren. Denn Veränderung entsteht durch Dialog und Austausch, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und aktueller Befunde.

  • Andrea Widmann, Eli Eva Taxacher; Umgang mit Konflikten, Emotionen und Widerständen in Strategieprozessen. Erfahrungen aus der Prozessbegleitung. In: Personal- und Organisationsentwicklung in Einrichtungen der Lehre und Forschung, Ausgabe 4/2025

    Adjanie Kamucote, Eli Taxacher; Was sind Diversitätskompetenzen & wie können wir sie lernen? In: Diversität in der Kulturarbeit. Hg. von der IG Kultur Steiermark. 2025

    Eli Eva Taxacher; Supervision und Coaching im Hochschulkontext, Theorie und Fallbeschreibungen, Abschlussarbeit der Ausbildung Supervision, Coaching, Organisationsberatung des ÖAGG, 2024

    Eva Taxacher, Hans-Peter Weingand (Hg.); gemeinsam gedenken. Queere Verfolgungsgeschichte und intersektionales Gedenken in der Steiermark. 2022.

    Lisa K. Horvath, Eva Taxacher, Helena Essl und Sabine Blackmore, „Brauchen wir wirklich noch Gendertraininings?“ Ein Blick auf Gender Biases in der Wissenschaft und wie zeitgemäße, genderbezogene Weiterbildungsformate aussehen können. In: Alma Mater – Wo bleiben deine Frauen? Universitäre Frauenförderung auf dem Prüfstang. Hg. von Stabsstelle Gleichstellung und Diversität Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2024

Eli Eva Taxacher
AKrostichon

  • Ich bin nicht mehr immer die jüngste Person im Raum, aber ich kenne das Gefühl. Ich schätze die Souveränität, die mit dem Lebensalter kommt, und sehe die Chancen und Herausforderungen jedes Lebensabschnitts.

  • Hin und wieder wird mir zugeschrieben, dass ich „streng“ wirke oder ernst. Das stimmt schon. Ich nehme vieles ernst, aber auch vieles leicht. Der Spruch: „Sei dir selbst ein Witz, der dich erheitert“ (Osho) hängt in meinem Badezimmer.

  • Wir sind miteinander verbunden. Wir Menschen durch unsere Spiegelneuronen und alle Wesen der Natur. Klingt zunächst esoterisch, ist aber wissenschaftlich belegt. Das menschliche Mikrobiom z.B. besteht zu einem großen Teil aus nicht-menschlichen Zellen. Zu ihnen gehören Bakterien, Archeen, Pilze, Algen und andere mikroskopisch kleine Lebewesen. Sie bilden auch die Grundlage der Biosphäre, regeln die globalen Stoffkreisläufe, reinigen Wasser und Luft, beeinflussen unser Klima und helfen bei der Nahrungsmittelproduktion. Es geht um Verbundenheit. Siehe V.

  • Die Konnotation der christlichen Ur-Mutter war mir irgendwann zu eindeutig weiblich. Deshalb steht nun Eli als erster, als mein selbst gewählter geschlechtlich neutraler – oder auch „nicht binärer“ – Name.

  • Siehe I. Und außerdem ein Literaturtipp: Franziska Schutzbach: Revolution der Verbundenheit. Wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert. Droemer Verlag. 2024.

  • „Anerkennen was ist“, ist einer der wichtigsten Leitgedanken in der Gestalttherapie und -pädagogik und im supervisorischen Gestaltansatz. Nur wenn wahrgenommen und benannt werden kann, wie die eigenen Chancen und Grenzen, inneren und äußeren Ressourcen, Wünsche und Widersprüche aussehen, können diese auch verortet, bewertet, eingeordnet und bearbeitet werden.

  • Trans* steht – u. a. – für Transition. Für Übergange und etwas darüber hinaus. Im Kontext von Geschlechtervielfalt, aber auch im Kontext von Transkulturalität, im Sinne eines erst zu gestaltendenden gemeinsamen, guten Lebens und der inklusiven Zugehörigkeit.

  • Für Hannah Arendt ist das eigentlich Faszinierende und genuin Menschliche die Fähigkeit des Neu-Anfangen-Könnens („Natalität“). Das beinhaltet auch die Verantwortung zur Gestaltung der eigenen Existenz und die Verantwortung für die gemeinsam geteilte Welt.

  • Meine Lieblings-TV-Serie als Jugendliche. Für die MINT-Fächer (Mathematik, Informationstechnologie. Naturwissenschaften, Technik) ist ein „Scully-Effekt“ beobachtbar. Das bedeutet, dass ein konkretes Vorbild – auch wenn es fiktiv ist sowie Gillian Anderson alias Dana Scully – junge Frauen* darin bestärken kann, sich für den MINT-Bereich zu interessieren.

  • Ein Bewusstsein für Intersektionalität zu haben ist mir sehr wichtig. Menschen können aufgrund verschiedener (sozialer) Merkmale oder Zuschreibungen wie Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, psychische und physische Fähigkeiten, Klasse oder sexuelle Orientierung diskriminiert werden – und diese überschneiden sich. Dies zu bedenken, anzuerkennen und zu berücksichtigen ist wesentlich für das gemeinsame Arbeiten.

  • Coming Out ist kein einmaliger Akt, sondern wiederholt sich für Personen, die sich nicht in der Norm bewegen, in jeder neuen sozialen Situation. Es ist immer ein Entscheiden und Abwägen. Das Recht auf Selbstdefinition steht an erster Stelle. Das „Herauskommen“ bedeutet gleichzeitig auch ein „mehr zu sich kommen“.

  • In der Supervision ist der wichtigste Leitgedanke: Es zählt das Hier & Jetzt. Die Person, die anwesend ist, mit den Themen, die da sind. Gleichzeitig nehme ich Menschen nicht nur im Hier & Jetzt wahr, sondern sehe auch ihr Gepäck – ihre Geschichten und Erfahrungen, die sie bis zu diesem Moment gesammelt und gemacht haben, die ihr Leben und Erleben prägen. Beides findet sich auch wieder im „Kontext/Kontinuum-Modell“ des Integrativen Ansatzes, das Menschen eingebettet versteht in einer zeitlichen Ebene (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft) und in Kontexten (von engen Kontakten bis zum geopolitischen und ökologischen „Megarahmen“).

  • Erinnerungs- und Gedenkkultur sind wesentliche Bezugspunkte meines politischen Denkens und meines zivilgesellschaftlichen Engagements.

  • Die Stadt im Nordosten Brasiliens, in der ich ein prägendes Jugendjahr mit AFS – Austauschprogramm für interkulturelles Lernen – verbracht habe. Mit einer liebevollen Gastfamilie, neuen Freund*innen, einer bis dahin unbekannten Sprache, wo ich alle selbstverständlich geglaubten Gewissheiten neu bewerten musste, und die Chance bekam, mich selbst ohne Geschichte neu zu erfinden und zu zeigen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg Diversität zu lernen. Und niemals abgeschlossen.

Schwarz-weiß-Foto eines Mannes, der auf einem Baum sitzt, mit Brille, heller Kleidung und dunklen Hosen, im Freien bei Tageslicht, hinter ihm Baumzweige.
ENGAGEMENT

Fein vernetzt und engagiert

Als Supervisor*in handle ich gemäß den hohen ethischen Standards und Richtlinien des ÖVS und der ANSE. Ich sehe jeden Menschen als eigenverantwortliche Person, deren Würde unantastbar ist und geschützt werden muss. Ich gehe davon aus, dass Menschen und Organisationen lern-, wachstums- und entwicklungsfähig sind und bleiben. Ich respektiere die Integrität der Personen, mit denen ich in direkter oder indirekter beruflicher Beziehung stehe, insbesondere ihr Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Das lebe ich auch und besonders in meinen Netzwerken und ehrenamtlichen Aktivitäten.

  • Meine wichtigsten fachlichen Netzwerke sind:

    NETZWERK HOCHSCHULBERATUNG

    Wir begleiten Expert*innen im Wissenschafts- und Bildungssystem durch Prozessbegleitung und Moderation, Supervision und Coaching, Fachberatung, Erstellung von Studien und Analysen, Evaluation sowie Projektmanagement bei aktuellen Herausforderungen.

    hochschulberatung.at

    GENDERWERKSTÄTTE

    Die GenderWerkstätte ist ein Netzwerk von Expert*innen aus verschiedenen Berufsfeldern.

    Träger*innen der GenderWerkstätte sind die beiden Vereine: Verein Frauenservice Graz und Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark. Gemeinsam bieten wir u.a. den Lehrgang „Gender – Diversität – Intersektionalität. Relevante Kompetenzen für die Praxis“ an.

    genderwerkstaette.at
    @genderwerkstaette

    Darüber hinaus engagiere ich mich für Menschenrechte, Demokratie und Diskurs.
    Unter anderem hier:

    THE CAKE ESCAPE

    Unter dem Motto „Diversity. Equality. Unity.“ steht THE CAKE ESCAPE als virtuelle Band für Vielfalt, Gleichberechtigung und Gleichstellung. Die gezeichneten Charaktere verschmelzen in der Live-Action Animation mit der Realität und laden – mit Humor und Charme – zum Singen und Tanzen ein. THE CAKE ESCAPE ist ein Kollektiv, das Künstler*innen, Tänzer*innen, Musiker*innen und Expert*innen mit dem Ziel vereint, sich für Vielfalt und Gleichberechtigung einzusetzen. Zu den Projekten gehören – neben der Musik und live-Tanzperformances, ein Antirassismus Stammtisch, Awareness Poster und Sensibilisierungsworkshops, ein Aktzeichenkurs und diverse Veranstaltungen, z.B. zum Asian History Month, Black History Month, Menschenrechtstag oder Cake Day.

    thecakeescape.com
    @thecakeescape.official

    GRAZER FRAUENRAT

    Der Grazer Frauenrat ist ein unabhängiger Verein zur Vernetzung und Unterstützung der feministischen Szene in Graz und zur Förderung der Geschlechtergleichstellung. 1987 von Grete Schurz ins Leben gerufen, besteht der Grazer Frauenrat heute aus Vertreterinnen* vieler feministischer Gruppen, Vereine, Einrichtungen und Aktivistinnen*.

    grazerfrauenrat.at
    @grazerfrauenrat

    GEMEINSAM*GEDENKEN

    Seit 2021 sind wir – Ruth Kathrin Lauppert-Scholz (Kulturvermittlung Granatapfel), Heidrun Primas (Kulturstrategin), Edith Zitz (Verein inspire) und ich – miteinander verbunden um intersektionale Gedenk- und Erinnerungsarbeit in Graz und der Steiermark zu fördern: im Juni 2022 mit dem gleichnamigen Symposium und jährlich mit Gedenkspaziergängen zu verschiedenen Anlässen. 2023–2024 führte ich gemeinsam mit Gundi Jungmeier einen steiermarkweiten partizipativen Prozess im Auftrag des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum durch, zur Frage, wie ein Gedenkzeichen für aufgrund von Homosexualität Verfolgte in der Steiermark aussehen könnte.

    gemeinsam-gedenken.granatapfel.ws